Pfarrer Carsten Häublein ist verstorben
Liebe Freunde und Mitstreiter,
nach vielen erfreulichen Meldungen zu TETRA, habe ich heute auch eine sehr traurige Nachricht für alle.
Unser langjähriger Mitstreiter und durch die Umrüstung auf EDGE im Jahr 2006 schwer erkrankte Pfarrer Häublein hat seinen Qualen mit eigener Hand ein Ende gesetzt und sich das Leben genommen.
Nachdem er 2009 an einem Ort in Schleswig Holstein Ruhe und Erholung fand hat ihn ab Mitte 2012 der Aufbau der LTE- und des TETRA-Netzes eingeholt und zu einer dramatischen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geführt. Alle Angebote ihn in ein sichereres Funkloch zu holen, hat er abgelehnt. Er wollte nicht wieder als Heimatloser und Vagabund aus dem Koffer leben, so wie er es bei seiner Flucht aus Oberammergau erlebt hat.
Ich bin sehr bestürzt, dass er für sich keinen anderen Weg gefunden hat. Ich möchte Euch alle ermutigen mit uns zusammen für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen. Es gibt immer einen Weg, auch wenn es im ersten Moment noch so aussichtslos erscheint. Dieser Fall zeigt uns sehr deutlich wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu stützen und sich auch helfen zu lassen. Von dem her Kopf hoch und lasst uns jetzt umso mehr für einander da sein und gemeinsam weiter machen.
Nachruf von Werner Funk (Oberammergau)
Nachruf und Chronik von Dr. Cornelia Waldmann-Selsam
Erste gerichtliche Anerkennung von Elektrohypersensibilität in Frankreich
Zum ersten Mal wurde in Frankreich ein Mensch wegen Elektrohypersensibilität gerichtlich als Behinderter anerkannt. Wie er seinen Fall selbst schildert, kann man hier nachlesen.
Frankreich bringt Briefmarken mit Motiven von Elektrosensiblen heraus
Weitere Informationen auf der Internetseite unserer Freunde und Mitstreiter in Frankreich unter http://www.next-up.org/France/timbres.php.
Flucht aus Deutschland
DNA Strasbourg, 03.01.2012, Region
http://www.dna.fr/edition-de-saint-louis-altkirch/2012/01/03/malade-des-ondes
Sundgau
Er lebt seit mehr als 15 Jahren draußen
Krank von den Wellen
Elektrohypersensibilität, EHS. Es geht um einen Menschen, den elektromagnetische Wellen krank machen, Matthias Moser.
Dieser 42-jährige Deutsche, ein ehemaliger Lehrer, lebt unter einer Plane in der Region Dannemarie, eine der letzten Gegenden, in denen die Strahlung für ihn auszuhalten ist.
Seine Geschichte ist ungewöhnlich und schwer nachprüfbar. Aber eines ist sicher: Matthias Moser hat 12 Jahre Qual in Deutschland hinter sich und schläft seit sieben Jahren draußen im Elsass, auf der Suche nach Zonen, die „weiß“ genannt werden, d.h. Umgebungen, die relativ verschont sind von elektromagnetischer Strahlung, die von Hochspannungsleitungen, Handy-Sendemasten und anderen Sendemasten von Radio und Fernsehen ausgeht. An dem Ort in Dannemarie, wo Matthias Moser seit einigen Monaten unter einer Plane schläft, ist diese kaum vorhanden.
Weltraumteleskop schafft “Quiet Zone” für Elektrosensible
Den Elektrosensiblen in den USA kommt jetzt ein glücklicher Umstand aus der Wissenschaft zu Hilfe. Zwischen Lexington und Buena Vista im Bundesstaat West Virginia steht ein Radioteleskop, welches Funksignale aus dem Weltraum empfängt. Um diese äußerst schwachen Signale empfangen zu können, dürfen im Umkreis von 10 Meilen keine anderen Sendeanlagen bestehen. In diesem Bereich ist also ein absolutes Funkloch, ohne Radio-, Fernseh-, oder Handysignale. Für die immer größer werdende Gruppe der Elektrosensiblen, die in Deutschland nach offiziellen Angabe bereits 9,8% der Bevölkerung ausmacht, ist ein solches staatlich geschütztes Gebiet ein echter Segen. Dort ist es den Betroffenen möglich, beschwerdefrei zu leben und einem der Normalbevölkerung ähnlichen Lebensstil nachzugehen. Hierzulande läuft der Kampf um ein solches Gebiet noch auf Hochtouren. Dazu empfehle ich den aktuellen Beitrag von SWR2 “Der Kampf um das letzte Funkloch“ und von D-Radio Kultur “Auf der Flucht: Elektrosensible in Deutschland”.
Weitere interessante Beiträge zu diesem Thema unter http://ul-we.de/category/faq/berichte-von-betroffenen/
