Leben im Funkloch

Der Winter ist da

Wohnwagen im Dezember 2012

Wohnwagen im Dezember 2012

Erste gerichtliche Anerkennung von Elektrohypersensibilität in Frankreich

Zum ersten Mal wurde in Frankreich ein Mensch wegen Elektrohypersensibilität gerichtlich als Behinderter anerkannt. Wie er seinen Fall selbst schildert, kann man hier nachlesen.

Zone Blanche: Action Saou 2011

“Septembre 2011: plusieurs personnes électro-hypersensibles occupent illégalement le territoire du parc naturel de la forêt de Saoû, où elles invitent des politiques et des scientifiques à parler des effets des champs électromagnétiques artificiels sur la santé. Face à ma caméra, elles témoignent de leurs souffrances, de leurs difficultés, et du combat qu’elles mènent pour obtenir une reconnaissance de la part des pouvoirs publics. Cette vidéo n’est pas un produit fini. Elle présente la problématique et les intervenants d’un documentaire en cours de réalisation.”

Marianne Estèbe

http://uneterrepourlesehs.blogspot.de/2012/01/blog-post.html

Winter 2012 im Funkloch

Wohnwagen im Schnee I

Wohnwagen im Schnee Bild I

Weiterlesen

Antworten auf die häufigsten “Funklochfragen”

Es erreichen mich immer wieder sehr interessante Fragen zum Leben im Wald und in den letzten Funklöchern. Für mich ist vieles schon so “normal” und alltäglich geworden, dass ich mir kaum noch Gedanken darüber mache. Von dem her bin ich sehr dankbar für diese Anregungen und habe diese zusammen mit den Antworten in der Rubrik http://ul-we.de/uber-mich/antworten-auf-die-haefigsten-funklochfragen/ zusammengestellt.

Flucht aus Deutschland

DNA Strasbourg, 03.01.2012, Region

http://www.dna.fr/edition-de-saint-louis-altkirch/2012/01/03/malade-des-ondes

Sundgau

Er lebt seit mehr als 15 Jahren draußen

Krank von den Wellen

Elektrohypersensibilität, EHS. Es geht um einen Menschen, den elektromagnetische Wellen krank machen, Matthias Moser.

Dieser 42-jährige Deutsche, ein ehemaliger Lehrer, lebt unter einer Plane in der Region Dannemarie, eine der letzten Gegenden, in denen die Strahlung für ihn auszuhalten ist.

Seine Geschichte ist ungewöhnlich und schwer nachprüfbar. Aber eines ist sicher: Matthias Moser hat 12 Jahre Qual in Deutschland hinter sich und schläft seit sieben Jahren draußen im Elsass, auf der Suche nach Zonen, die „weiß“ genannt werden, d.h. Umgebungen, die relativ verschont sind von elektromagnetischer Strahlung, die von Hochspannungsleitungen, Handy-Sendemasten und anderen Sendemasten von Radio und Fernsehen ausgeht. An dem Ort in Dannemarie, wo Matthias Moser seit einigen Monaten unter einer Plane schläft, ist diese kaum vorhanden.

Weiterlesen

Weltraumteleskop schafft “Quiet Zone” für Elektrosensible

Den Elektrosensiblen in den USA kommt jetzt ein glücklicher Umstand aus der Wissenschaft zu Hilfe. Zwischen Lexington und Buena Vista im Bundesstaat West Virginia steht ein Radioteleskop, welches Funksignale aus dem Weltraum empfängt.  Um diese äußerst schwachen Signale empfangen zu können, dürfen im Umkreis von 10 Meilen keine anderen Sendeanlagen bestehen. In diesem Bereich ist also ein absolutes Funkloch, ohne Radio-, Fernseh-, oder  Handysignale. Für die immer größer werdende Gruppe der Elektrosensiblen, die in Deutschland nach offiziellen Angabe bereits 9,8% der Bevölkerung ausmacht, ist ein solches staatlich geschütztes Gebiet ein echter Segen. Dort ist es den Betroffenen möglich, beschwerdefrei zu leben und einem der Normalbevölkerung ähnlichen Lebensstil nachzugehen. Hierzulande läuft der Kampf um ein solches Gebiet noch auf Hochtouren. Dazu empfehle ich den aktuellen Beitrag von SWR2 “Der Kampf um das letzte Funkloch und von D-Radio Kultur “Auf der Flucht: Elektrosensible in Deutschland”.

Weitere interessante Beiträge zu diesem Thema unter http://ul-we.de/category/faq/berichte-von-betroffenen/

D-Radio Kultur “Auf der Flucht: Elektrosensible in Deutschland”

SWR2 Feature: Menschen, Masten und Mobilfunk

Der Kampf ums letzte Funkloch
Von Christine Werner

Uli Weiner ist immer auf der Suche nach einem Funkloch. Mit seinem Wohnwagen versteckt er sich in den hintersten Tälern des Schwarzwalds. Wenn er in nahe Dörfer und fernere Städte fährt, trägt er einen Schutzanzug. Uli Weiner ist elektrosensibel, auf Funkstrahlung reagiert sein Körper mit heftigen Symptomen. Immer mehr Menschen berichten von ähnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wer aber schützt ihre Interessen? Gerade wird der neue digitale Tetra-Funk für Polizei und Rettungsdienste eingeführt und wieder werden zusätzliche neue Masten aufgestellt. Im Schwarzwald gibt es jetzt Gemeinden, die keine Grundstücke dafür zur Verfügung stellen. Der Widerstand wächst. Die berechtigten gesellschaftlichen Interessen nach flächendeckenden Funknetzen stehen den ebenfalls berechtigten Interessen Einzelner, die möglicherweise unter den Strahlen leiden, diametral entgegen. Die Diskussionen werden dementsprechend erbittert geführt – in der Bevölkerung, wie in Forschung und Industrie. Es geht schließlich auch um sehr viel Geld.

Quelle: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/-/id=659934/nid=659934/did=8117768/1wylx2n/index.html

Land unter im Funkloch

Kaum war die erste Frostperiode überstanden, kam die nächste Herausforderung: Schneeschmelze und Dauerregen ließen das Wasser nur so den Hang herabfließen, sodass ein neu entstandener Bach fast zur Tür hinein in den Wohnwagen geflossen wäre. Dieser stand wegen der am alten Standort neu aufgetretenen Tetra-Strahlung in einem noch engeren, noch dunkleren und noch feuchteren Tal, und nur über Bretter ließ er sich halbwegs trockenen Fußes betreten. Robustes Schuhwerk war dennoch nötig, da überall um den Wohnwagen herum nur noch Matsch war. Weil auch der Hang abzurutschen drohte, war ein schnelles Eingreifen erforderlich: Der Wohnwagen musste raus! Zunächst musste innen alles gesichert werden, dann wurde es richtig spannend: Würden wir es schaffen, den Wohnwagen um Bäume und Steine herum durch den tiefen Matsch auf die Straße zu bekommen? Zunächst konnte er mit der Fernbedienung ein Stück gedreht und gefWohnwagen im Schlammahren werden, aber dann hing er fest. Mit Ziehen und Schieben bewegten wir ihn zu zweit so, dass er von der Fernbedienung weiter gesteuert werden konnte. Inzwischen hatte es wieder angefangen heftig zu regnen. Dann musste noch das Auto gedreht werden: 300 m im Rückwärtsgang um zahlreiche Hindernisse bis zur Straße, im Rückwärtsgang alles wieder hoch. Kleinere Schäden am Auto ließen sich dabei nicht vermeiden. Mit großen Kraftanstrengungen konnte der Wohnwagen schließlich angekoppelt werden. Der Weg bis zur Straße ging dann besser als erwartet. Dennoch waren wir froh, als der Wohnwagen an einem sichereren Standort angekommen war und wir endlich die völlig durchweichte Kleidung wechseln konnten.