Ulrich Weiner

Überwachung

Deutsche Bildungsministerium erwägt ein Sozialpunktesystem – Vorbild China

Es klingt auf den ersten Blick doch erst mal positiv, wenn junge Menschen nach ihrem sozialen Engagement beurteilt und z.B. bei Studienplätzen bevorzugt werden. Auf den zweiten Blick und bei genauerem Hinsehen, wird es schon kritischer: So geraten andere, welche vielleicht noch nicht die Möglichkeit hatten, sich irgendwo zu engagieren oder vielleicht mal in irgendeiner Form als “unsozial” aufgefallen sind, automatisch ins Hintertreffen. Auch ist gar nicht definiert, nach welchen Kriterien, welches Verhalten wie eingestuft wird. Besonders gefährlich wird es aber, wenn unter diesem Vorwand eine Vielzahl von Daten erhoben und gesammelt werden. Daraus kann ein sehr genaues Persönlichkeitsprofil erstellt werden, welches den sozialen Bereich weit überschreitet. Das Ergebnis kann abweichend von dem Ursprungsgedanken für Werbe-, aber auch für staatliche- und politische Zwecke verwendet bzw. sogar missbraucht werden.

Eines der weltweit am meisten ausgeklügelten und umstrittensten Überwachungssysteme trägt den verheißungsvollen Namen “Sozialpunktesystem“. Dahinter steckt der Versuch des chinesischen Staates, so viele Daten wie möglich über seine Bürger zu erfassen und mit künstlicher Intelligenz (KI) für seine Zwecke auszuwerten. Empfehle hier sehr die nachfolgenden Dokumentationen, welche ein sehr gutes Licht auf dieses System werfen und deutlich auch die Schattenseiten bis hin zur totalen Überwachung mit der verbundenen Bargeldabschaffung aufzeigen. Besonders deutlich ist es dann, wenn jemand von dem abweicht, was im jeweiligen Land als “politisch korrekt” gilt, oder sich gar als Christ oder Moslem zu seinem Glauben bekennt. Das führt umgehend zu spürbaren Sanktionen, bei der Job- und der Wohnungswahl und vor allem in der Reisefreiheit. Verhaftungen eingeschlossen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit, kann ich nur sagen, daß Menschen mit sozialem Engagement sich immer durch ihr positives Verhalten zu ihren Mitmenschen auszeichnen. Dies funktioniert ganz ohne eine Datenbank und ist im täglichen Miteinander erkennbar. Wehret den Anfängen: Halten wir den Datenschutz weit oben und entziehen uns jedem Smartphone- und Überwachungszwang auch wenn er in einem noch so “schönen Kleid” oder mit viel “Angst” daher kommt.

Sozialpunktesystem mit Bargeldabschaffung und 5G in China:
https://ul-we.de/das-ueberwachte-volk-chinas-sozial-kredit-system/
https://ul-we.de/5g-in-china-wenn-der-staat-alles-sieht/
https://ul-we.de/china-500-m-60-kameras/

Quellen:
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/bildungsministerium-chinesisches-sozialpunktesystem-fuer-deutschland/
https://ul-we.de/china-verbannt-smartphones-und-tablets-aus-den-klassenzimmern/
https://ul-we.de/arte-mit-der-5g-technologie-in-einen-neuen-kalten-krieg/
https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html

Smartphonesucht – Ein unterschätztes Problem mit starkem Zuwachs

Wer mit einem offenen Blick durch die Öffentlichkeit schweift, dem fällt auf, daß eine Vielzahl von Menschen ständig am Smartphone “kleben”. Experten diskutieren immer mehr darüber, ab wann hier eine Sucht besteht. Die Aussagen gehen hier weit auseinander. Für die einen besteht eine Suchtgefahr, wenn man das Gerät mehr als 1 Std. täglich nutzt, für andere erst dann wenn man es, außer beruflich, mehr als 5 Std. täglich in der Hand hat.

Wo sich aber alle einig sind und jede Sucht markiert, ist der Kontrollverlust. Sprich, wenn man an den unmöglichsten Orten und mit klarer Grenzüberschreitung seiner Sucht nachgehen muß. Selbst mit dem Wissen darüber, daß es bei den beteiligten Gegenübern zu einer ablehnenden bis abstoßenden Reaktion kommt. Im konkreten Fall geht es um die Smartphonenutzung während persönlicher Gespräche, in Restaurants etc.

Insgesamt ist aber klar zu beobachten, daß sich in unserem Land immer mehr ein Smartphonezwang entwickelt. So gibt es immer mehr Funktionen, welche auf das Smartphone integriert werden, welche dazu führen, daß bald jeder ein solches Gerät haben muß. Ansonsten kann er nicht mehr bei allen Dingen mit dabei sein. Einige Beispiele: Digitaler Impfpass, elektronische Gesundheitsakte, digitaler Führerschein + Personalausweis, Digital-ID, Homebanking und digitale Bezahlungsarten im Rahmen der Bargeldabschaffung.

So entwickelt sich aus einer persönlichen Sucht ein äußerer Zwang, der eine Dauernutzung dieses Gerätes voraussetzt, sonst kann man mittelfristig nicht mehr am “normalen Leben” teilnehmen. Insgesamt eine sehr alarmierende Entwicklung. Die Frage die sich jeder für sich stellen muß: Wollen wir hier dabei sein oder lieber unsere Freiheit behalten?

Quelle:
https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Wann-spricht-man-von-Smartphone-Sucht-article22419880.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
weitere Quellen unter:

https://ul-we.de/category/faq/smartphonesucht/

Bürgernummer oder Digital-ID: Deutscher Bundesrat sagt Ja – Schweizer-Volksabstimmung Nein

Wie die DDR in den 1970er Jahren führt die Bundesrepublik Deutschland jetzt auch eine Kennzahl für jeden Bürger ein. Was uns als “Fortschritt der Digitalisierung” dargestellt wird, ist aber in Wirklichkeit eine wichtige Grundlage für den “gläsernen Bürger”. Damit soll jede Person in unserem Land durch eine einheitliche Nummern in jedem Kontakt nach außen erkannt werden. Zuerst soll es Vorteile gegenüber Behörden bringen, aber es ist schon eine direkte Verbindung zum Onlinebanking, zum Impfpass oder als Zugangskontrolle in Supermärkten etc. im Gespräch. Natürlich soll dies alles über das Smartphone gesteuert werden, aber wer keine “persönliche ID” hat bekommt dann auch keinen Mobiltelfonanschluß mehr. Wie schnell über diese einheitliche Nummer auch noch der Zahlungsverkehr abgewickelt werden soll, wird bisher noch nicht angegeben, aber es mit die wichtigste Grundlage für die Bargeldabschaffung.

Die Schweiz hat die gleichen Bestrebungen gestern in einer Volksabstimmung abgelehnt.

Quellen:
https://www.tagesschau.de/inland/bundesrat-beschluss-buerger-id-101.html
https://www.welt.de/regionales/sachsen/article227435085/Beauftragter-befuerchtet-mit-Universal-ID-glaeserne-Buerger.html 

https://www.kdn.de//ccd/digitale-modellregionen/modellregion-aachen/smartphone-buerger-id/
https://theworldnews.net/li-news/abstimmungsergebnisse-in-der-schweiz
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/politik/abstimmungen/jahr-2021/2021-03-07.html

Bundesregierung plant bundesweites Scannen der Kfz-Kennzeichen

Was in einigen Bundesländer immer wieder “getestet” wurde und zu grundlegenden Gerichtsprozessen wegen des Datenschutzes geführt hat, soll durch ein neues Gesetz für ganz Deutschland freigegeben werden. Ziel ist es eine totale Überwachung aller Kfz-Kennzeichen mit Speicherung des Datums, der Uhrzeit und der Fahrtrichtung. Damit soll auch rückwirkend genau ermittelt werden können, wer sich wann in welche Richtung bewegt hat. Auch zur Überwachung der Corona-Ausgangsbeschränkungen, steht dieses Überwachungsmittel in der Diskussion.

Aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit, wird versucht die aufgebrachte Bevölkerung damit zu beruhigen, daß diese Daten nur dann zur Verfügung gestellt werden, wenn “zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Straftat von erheblicher Bedeutung begangen worden ist”. Für Datenschützer reicht diese Begründung nicht aus, denn die kann je nach vorherrschender “Staatsmeinung” sehr leicht in jede Richtung gedreht werden. So stellt sich die Frage, ob Menschen welche zu einer “Anti-Corona-Demo bzw. Autokorso” fahren, nicht auch bald in die Schublade der “Straftaten mit erheblicher Bedeutung” gepackt werden? Wo ist hier die Grenze? Die Geschichte lehrt uns, dass Daten welche erst einmal erhoben sind, dann auch genutzt werden.

Meine Empfehlung dazu: Meldet Euer Smartphone und/oder Handy ab, denn auch damit hinterlasst Ihr ein genaues Bewegungsprofil und jeder weiß wo Ihr Euch im Moment aufhaltet, bzw. wo Ihr zu welcher Zeit genau wart. Denkt immer an die etwas lustigen Geschichten, von “heimlichen Corona Partys” wo junge Leute mal ihren Frust abfeiern wollten und sich dann gewundert haben, wie die Polizei sie trotz abgelegener Orten finde konnte. Nun ja, hat ihnen halt niemand gesagt, daß solche Treffen nur ohne Smartphones möglich sind 🙂

Quelle:
https://www.heise.de/news/Bundesregierung-Kfz-Kennzeichen-Scanning-kommt-bundesweit-5031140.html

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