Berichte von Betroffenen

Matthias Moser, EHS, victime du progrès, Beitrag ARTE

Matthias Moser gehört zu den am stärksten betroffenen Elektrohypersensiblen (EHS). Seine Lebenssituation hat sich mit dem zunehmenden Netzausbau sehr eingeschränkt. Obwohl er hoch gebildet ist und keinerlei Süchten unterliegt, gleicht sein Lebensumfeld eher wie man es von Obdachlosen kennt. Dieser Not gilt es zu begegnen. Unterstützer fordern per Petition staatlich geschützte Funklöcher und eine bessere soziale Versorgung der über die Jahre meist verarmten Betroffenen: http://ul-we.de/petition-fuer-den-erhalt-lebenswichtiger-funkloecher/

Internationaler Wissenschaftler-Appell zum Schutz vor Elektromagnetischen Feldern

194 Wissenschaftler aus 39 Ländern, Experten in der Untersuchung biologischer und gesundheitlicher Wirkungen nicht-ionisierender elektromagnetischer Felder, richten einen direkten Appell an die UNO und die WHO. Darin fordern sie beide Organisationen auf, sich in einem ihrer Forschungsprogramme mit den Gesundheits- und Umweltrisiken der steigenden Strahlenbelastung zu befassen, welche einen Großteil der Bevölkerung betrift.

Die Ergebnisse aktueller Forschungen an lebende Organismen zeigen eindeutige Schäden deutlich unterhalb der international und national geltenden Grenzwerte, was ein schnelles Handeln erfordert.

Die Wirkungen umfassen ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg gesundheitsschädlicher Radikalen, genetische Schäden, Änderungen von Strukturen und Funktionen im Reproduktionssystem, Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden des Menschen. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich auch in der Tier und Pflanzenwelt.

Deutsche Übersetzung des Appells

Weitere Informationen in Englisch unter http://emfscientist.org/

US-Dorf Green Bank – Erstes staatlich geschütztes Funkloch

Es gab in den letzten Jahren schon einige Berichte über das ca. 34.000 Quadratkilometer große National Radio Quiet Zone-Gebiet, um das von Wissenschaftlern sehr begehrte Radioteleskop bei Green Bank. Was für viele klar war bestätigt jetzt „Die Zeit“ in ihrem aktuellen Bericht: www.welt.de/wirtschaft/article139453908/Das-merkwuerdige-Leben-im-Tal-der-Handylosen.html

Es ist ein Rückzugsgebiet für viele Elektrosensible aus der ganzen Welt geworden. Dabei erweckt der Beitrag leicht den Eindruck, dass vor allem ältere Frauen von dem Krankheitsbild der Elektrohypersensibilität (EHS) betroffen wären. Die Praxis zeigt aber, dass alle Alterklassen und beide Geschlechter betroffen sind. Vor der Ausbreitung der Funktechnik in durchschnittliche Haushalte durch DECT, W-LAN, Handys etc. waren es gerade Männer aus technischen Berufen, vor allem aus der Funk- und Nachrichtentechnik, aber auch Funk- und Radarsoldaten welche durch ihre Tätigkeit EHS wurden. Im Prinzip ist jedes Lebewesen elektrosensibel, denn viele unserer Steuerungsprozesse im Körper laufen mit elektrischen und elektromagnetischen Signalen ab. Es war nur eine Frage der Zeit bis erste Menschen und Tiere besonders deutlich auf diese meist 24-Stunden Strahlung reagierten. Wenn wir beginnen, diese Menschen als Frühwarnsystem zu verstehen und nicht abfällig zu behandeln, wird es zum Segen für die ganze Menschheit werden. Denkt einfach mal darüber nach, warum die Forscher mit diesem Radioteleskop, so viel über die Entstehung der Erde und des Sonnensystem mit Hilfe von schwachen Funksignalen erfahren können. Wozu ist unsere Erde gegen gewisse elektromagnetische Frequenzen abgeschirmt, damit wir so große Teleskope brauchen um überhaupt etwas aus dem Weltraum zu empfangen? Hat nicht alles Leben einen elektromagnetischen Ursprung und braucht entsprechend Schutz vor einer „Störstrahlung“?

Über die Not der Betroffenen hier in Europa und den Mangel an Rückzugsgebieten, empfehle ich einige Berichte unter: http://ul-we.de/category/faq/berichte-von-betroffenen/

Plaidoyer pour les zones blanches

Plaidoyer pour les zones blanches, plaidoyer pour Durbon

Inexorablement, elles attendent . . . une zone blanche.

Un pays sans zones blanches amènent certaines personnes électrosensibles à vivre ou plutôt à survivre dans des conditions d’une précarité extrême pour tenter d’échapper à de souffrances physiques intolérables.

Parce que certaines images valent mieux que de long discours, ici vous est présenté un reportage photos (par Jean Revillard, Jean-Philippe Guillot et Laure Birgy) témoignant du calvaire qu’endurent Anne 58 ans, Anne-Marie 62 ans et Emma 28 ans.

http://www.uneterrepourlesehs.org/billets/78-1/plaidoyer-pour-les-zones-blanches

Plädoyer für Funklöcher in Frankreich

Plädoyer für Durbon
(Stadt in Südfrankreich, wo ein gesetzlich geschütztes Funkloch entstehen soll)

Sie warten unermüdlich auf … ein Funkloch.

Ein Land ohne Funklöcher zwingt etliche elektrosensible Menschen in extremer Unsicherheit zu leben, oder besser gesagt: zu überleben. Ihr einziges Ziel ist es, unerträgliches physisches Leiden zu vermeiden.

Weil ein Bild mehr sagt als tausend Worte, stellen wir euch hier eine Fotoreportage vor, die den Leidensweg von Anne (58), Anne-Marie (62) und Emma (28) schildert: http://ul-we.de/fotoreportagereportage-photos/

In einer Zeit, wo alles “kabellos” sein muss, hat die Verschmutzung durch elektromagnetische Strahlung jetzt auch die entlegendsten Ecken noch unbewohnter Täler erreicht, wo die Frauen bis dato noch den “Luxus”genossen, strahlungsfrei kampieren zu können. Nun wurden sie auch von dort vertrieben. Einzig ein Schutzraum, mit extra dicken Wänden und halb unter der Erde gelegen, hält sie im Moment noch am Leben.

Von verlassenen Schafställen bis hin zu einer alten Bergkapelle suchen ihre Familien unermüdlich nach einem Ort, wo die Frauen sich erholen können. Manchmal dauert ein Aufenthalt nur 24 Stunden, bis klar ist, dass man erneut umziehen muss. Ihrer Körper sind ausgelaugt, erschöpft von dieser Odyssee ohne Verschnaufpause. Das jahrelange Umherirren hat ihrer Gesundheit dauerhaft geschadet.

Der Fortschritt fordert seine Opfer, seine Kollateralschäden, sogenannte”Umweltkranke”.

Der Homo Sapiens hat es geschafft, seinen Lebensraum derart zu verändern,dass er nicht mehr fähig ist, darin zu überleben. Was also bedeutet Fortschritt wirklich? Diese Frage ist berechtigt.

Die Elektrosensiblen, die durch ihre Krankheit so aus dem Rahmen fallen, sind die Alarmzeichen einer künstlich herbeigeführten, vernichtenden elektromagnetischen Verschmutzung.

Kranke und ihre Familien fordern vom französischen Staat auf das Dringlichste die Einrichtung strahlungsfreier Räume. Solche Funklöcher sind absolut lebensnotwendig für diejenigen, die die Erkrankung am schlimmsten betrifft. Diese besondere Forderung muss die französische Politik für das ganze Land in Frage stellen, alle Entscheidungen über Digitalisierung müssen überdacht werden, damit die Gesundheit der ganzen Bevölkerung beschützt werden kann.

Heute müssen wir uns fragen, welchen Preis wir für unsere Bequemlichkeit wirklich zahlen wollen, und welche Auswirkungen diese Bequemlichkeit auf unsere Mitmenschen hat.

“In seinem doppelten Getriebe zermalmt der Fortschritt unaufhörlich, bringt uns voran und zerquetscht dabei jemanden.” Victor Hugo

Französischer Originalartikel unter: http://www.uneterrepourlesehs.org/billets/78-1/plaidoyer-pour-les-zones-blanches

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