Ulrich Weiner

BOS

Polizisten sollen lieber SMS schreiben anstatt funken: Noch mehr Kosten für das digitale Funknetz der Behörden (BOS)

Der Anbieter Airwave, welcher in Großbritannien für den Betrieb des dortigen Digitalfunknetzes der Behörden im TETRA-Standard verantwortlich ist, berechnet einer Meldung von netzwelt.de zufolge Grund- und Gesprächsgebühren für die Nutzung des Systems. Der Artikel mit dem Titel: Sparmaßnahmen in Großbritannien: Polizisten sollen Simsen statt funken ist im Internet unter nachfolgendem Link abrufbar: http://www.netzwelt.de/news/84735-sparmassnahmen-grossbritannien-polizisten-simsen-statt-funken.html

Wer denkt, dass das nur jenseits des Kanals ein Thema ist, der unterschätzt die explodierenden Kosten dieser Technologie in unserem Land. Immer mehr Bundesländer sprechen offen über eine Kostenumlegung auf die Nutzer. Sprich, die Kommunen sollen voraussichtlich die Kosten der Funkgespräche, welche ihre Feuerwehren verursachen, an den kommerziellen Betreiber des Deutschen Behördenfunknetzes Alcatel-Lucent Digitalfunk Betriebsgesellschaft zahlen. Das gleiche gilt auch für die Funkkosten aller anderen Hilfsorganisationen, die im Moment wahrlich nicht übermäßig mit Geld gesegnet sind und entsprechend meist auf  private Spenden hoffen.

Als ein kommunales Kostenrisiko erscheint die “Aufteilung nach dem Funkaufkommen” – insbesondere bei Grosseinsätzen – bzw. Schadensereignissen mit entsprechend viel Funkverkehrsaufkommen. Anders gesagt: Viel Funkverkehr = hohe Verbindungskosten für den jeweiligen BOS-Bedarfsträger bzw. die jeweils betroffene Kommune. Bei Großeinsätzen bzw. Großschadenslagen wird der anfallende BOS-Digitalfunkverkehr für die Betroffenen ein “teures Vergnügen”. Hoffentlich weigert sich nach evtl. Digitalfunkeinführung keine Feuerwehr bzw. BOS-Hilfsorganisation zum Einsatz auszurücken, weil wegen abzusehenden starken BOS-Digitalfunkverkehr das zugewiesene Finanzbudget gesprengt wird. Ein gelinde gesagt befremdliches Vorgehen gegenüber einem sicherheitsrelevanten Funkdienst. Schon deshalb erscheint der BOS-Digitalfunk und dessen bundesweite Einführung höchst zweifelhaft. Der bisherige Analogfunk ist erstens nicht mit derartigen Folgekosten verbunden, und zweitens reichweitenstärker und betriebssicherer als der Digitalfunk.

Weiter Meldungen zum Digitalfunknetz der Behörden (BOS) im TETRA-Standard unter https://ul-we.de/category/faq/tetra/

Sparmaßnahmen in Großbritannien: Polizisten sollen Simsen statt funken

Weitere TETRA-Mahnwache im Raum Schwäbisch Hall

Mein großer Respekt und Dank gilt den Mitstreitern aus dem Raum Schwäbisch Hall. Trotz des dort bereits im Aufbau befindlichen TETRA-Digitalfunknetzes arbeiten diese konsequent an der Aufklärung. Ihre Warnung haben Signalwirkung gegenüber der betroffenen Bevölkerung und der Sicherheitskräfte aller Blaulichtorganisationen.

An diesem Sonntag hat zum vierten Mal eine Mahnwache stattgefunden. Diesmal vor der ev. Kirche in Gaildorf. Den sehr treffenden Bericht der Südwestpresse mit dem Titel “Das ist ein Feldversuch an uns Menschen” ist unter http://www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/art5533,707017 zu finden.

Einen Bericht, sowie eine Diashow der vorherigen Mahnwachen gibt es unter https://ul-we.de/gefangen-im-strahlennetz-mahnwache-gegen-tetra-in-schwabisch-hall/

Der Spiegel berichtet über den Digitalfunk TETRA

Mit großer Freude habe ich den aktuellen Bericht des Magazins “Der Spiegel” zum Thema TETRA-Digitalfunk gelesen. Der Titel “Milliarden im Funkloch” trifft die Thematik sehr gut und beinhaltet alle wichtigen Argumente, die seit Jahren vorgebracht werden. Hoffentlich lesen das auch die Verantwortlichen und handeln, bevor noch mehr Tote unter den Sicherheitskräften zu beklagen sind.

Details und weitere aktuelle Meldungen zu TETRA unter https://ul-we.de/category/faq/tetra/

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