Ulrich Weiner

Weihnachtsgedicht von Eva Weber

Weihnachten 2014

Es stand einmal ein Tannenbaum,
einen Schöneren gab es kaum,
doch ich sah mit jedem Jahr,
drohender für ihn Gefahr,
ein langsam Sterben hat begonnen,
und bald ward ihm die Kraft genommen.

Da kam am Ende gar die Stadt,
prüft, ob man ihn vergiftet hat?
Doch hierfür sind die Gärtner blind,
dass nah ein Dutzend Sender sind,
die ihn so fürsorglich „umstrahlen“
und ihm sein prächtig Leben stahlen.

Doch Bäumen gibt man kein Gewicht,
es kümmern auch die Menschen nicht,
die der Strahlung preisgegeben,
wen int’ressiert schon wie sie leben?
Ein großes Werk gilt’s zu vollenden,
früh muss man sich an Kinder wenden.

Wie wird es diesen Kindern gehen?
Da muss man nicht in Sterne sehen!
Was sagen uns denn die Experten,
die alles prüfen und bewerten:
„Wenn sich Ratten nicht beklagen,
kann Strahlung jedes Kind vertragen.“

Das Allerwichtigste ist jetzt,
rund um die Uhr weltweit vernetzt,
konzentriert auf’s Smartphone blicken,
wischen, wischen, tippen, tippen,
blindlings durch die Gegend laufen
und jedes Jahr ein Smartphone kaufen.

Und da das Netz ja nichts vergisst, es sicher immer möglich ist,
auf einem Display 6 x 10 einen „Weihnachtsbaum“ zu sehen!!

Eva Weber,

Dieses Gedicht darf überall veröffentlicht werden mit dem Zusatz „durch Mobilfunk geschädigt, am normalen Leben gehindert, seit nunmehr 10 Jahren.“

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