Ulrich Weiner

Studie

Anhäufungen von Krebsfällen rund um britische Mobilfunkmasten

Orginaltitel: „Cancer Clusters at Phone Masts“
erschienen in “The Sunday Times” von Daniel Foggo am  22. April 2007.

Rund um einen Mobilfunkmasten sind sieben Anhäufungen von Krebsfällen und anderen ernsthaften Erkrankungen entdeckt worden. Dies verursacht zunehmende Sorgen wegen potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Technologie. Untersuchungen an diesen Orten zeigen ein hohes Aufkommen von Krebsfällen, Bluthochdruck und Hirnblutungen innerhalb eines Radius von 360 Metern rund um die Mobilfunkmasten.

Eine Studie, in Warwickshire, zeigt 31 Krebsfällen in einer einzigen Straße. In einem anderen Stadtteil sind 30 Angestellten einer Spezialschule, mit Sicht auf einen 30 Meter hohen Mobilfunkmasten, seit dem Jahr 2000 an verschiedenen Tumoren erkrankt. In einem weiteren Viertel leiden die Menschen unter anderen signifikanten Gesundheitsproblemen.

Der Mast wurde vom Mobilfunk-Betreiber O2 nach der Vorlage der Beweise durch die lokale Bürgerinitiative, abgebaut. Jeglicher Hinweis auf die Entstehung möglicher Erkrankungen wurde vom Mobilfunkbetreiber zurückgewiesen. Allerdings gab O2 zu, dass diese Entscheidung selten und ungewöhnlich gewesen sei. Die Sendeanlagen haben in ganz Großbritannien Proteste bei tausenden Bürgern verursacht, welche mit ansehen müssen, wie jede Woche neue Anlagen hinzu- kommen. In Großbritannien sind es ca. 47 000 Masten.

Dr. Walker, ein Wissenschaftler, der die Cluster-Studien mit Hilfe lokaler Aktivisten in Devon, Lincolnshire, Staffordshire und in den West Midlands gesammelt hatte, sagte, er sei überzeugt, dass es einen potenziellen Zusammenhang zwischen dem Winkel des Antennenstrahls, der von den Antennen eines Mastes ausgesendet wird, und den Erkrankungen, die in der lokalen Bevölkerung entdeckt wurden, gebe. „Masten sollten von Ballungsgebieten und von Schulen entfernt werden und die Leistung sollte heruntergefahren werden“, sagte er. Einige Wissenschafter glauben bereits, dass solche Zusammenhänge existieren und Studien in anderen europäischen Ländern weisen auf eine Zunahme der Krebsfälle in der Nähe von Masten hin. 2005 hat Sir William Stewart, Vorsitzender der Gesundheitsbehörde, gesagt, dass er vier solche Sudien gefunden hat, die in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sind, das Gesundheitsrisiko blieb jedoch unbewiesen.

Ouelle:
https://archive.is/zTSlk
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article1687491.ece

REFLEX-Studie

Die REFLEX-Studie ist ein von der Europäischen Union im Rahmen des Quality of Life and Management of  Living Resources−Programms gefördertes und durchgeführtes Projekt zur Erforschung möglicher Schädigungen des Erbguts durch hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF), wie sie beispielsweise bei der Mobilfunk-Technologie verwendet werden.

REFLEX steht für ‐ Risk evaluation of potential environmental hazards from low energy electromagnetic field exposure using sensitive in vitro methods

Details zu den Verantwortlichen und den Kosten unter: https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/REFLEX_ProgressSummary_231104.pdf

Sie zählt zu den bedeutendsten Projekten der internationalen Grundlagenforschung, die erbgutverändernde Wirkungen der Mobilfunkstrahlung nachgewiesen hat und dient heute als Grundlage vieler internationaler Prozesse, siehe https://ul-we.de/category/faq/gerichtsurteile/

Einen sehr guten Überblick mit vielen Details stellt Prof. Adlkofer in seinem nachfolgenden Vortrag vor: https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/041202-Reflexvortrag-deutsch.pdf

Die englischen Originaldokumente der Studie:
https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/REFLEX_Final-Report_Part-1.pdf
https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/REFLEX_Final-Report_Part-2.pdf
https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/REFLEX_Final-Report_Part-3.pdf
https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/REFLEX_Final-Report_Part-4.pdf

Interessante Fernsehbeiträge:
https://ul-we.de/reflex-und-lundstudie/
https://ul-we.de/arte-strahlen-und-die-wissenschaft-vom-risiko-vom-22-07-2009/

Entsprechend groß waren auch die Angriffe der Mobilfunkindustrie auf die Ergebnisse und die Mitarbeiter bei diesem Projekt. All die vorgebrachten Behauptungen und Verleumdungen konnten vor Gericht widerlegt werden und alle Mitarbeiter wurden rehabilitiert.

Verleumdungen gegen die Reflex-Studie:
https://ul-we.de/fake-news-der-oeffentlich-rechtlichen-medien-am-beispiel-des-mobilfunks/
https://ul-we.de/artikel-das-deutsche-aerzteblatt-dae-im-dienste-der-mobilfunkindustrie/

Sehr gute Quelle zu weiteren Studien und ausführliche Informationen inkl. Gerichtsdokumente zu den Verleumdungen gegen die Reflex-Studie: https://stiftung-pandora.eu/archiv/

Salford-Studie: GSM-Handys(2G) schädigen das Gehirn

Schwedische Forscher kommen in einer über mehrere Jahre durchgeführten Studie zu folgendem Ergebnis: “Mit dieser Studie legen wir zum ersten Mal Beweise vor, daß athermische Mikrowellen-Exposition Neuronenschäden verursachen.”

Februar 2003: Die Studie der Wissenschaftler der schwedischen Universität Lund spricht in ihren Ergebnissen vom ersten dokumentierten Beweis, daß die Mikrowellenstrahlung heutiger GSM-Handys bei Ratten schwere Hirnschäden verursacht. Es gab vier Gruppen von Ratten, eine unbestrahlte Kontrollgruppe sowie drei Gruppen, die mit unterschiedlichen Intensitäten bestrahlt wurden (Ganzkörper-SAR: 0,2/0,02/0,002). Die Tiere wurden lediglich zwei Stunden bestrahlt, danach wurden sie 50 Tage am Leben gelassen und dann getötet. Anschließend sezierte das Salford-Team die Gehirne der Ratten und untersuchte sie auf Albumin-Ansammlungen und beschädigte Neuronen.

Bei den bestrahlten Tieren öffnete die Strahlung der Handys die Blut-Hirn-Schranke und ließ Albumin-Eiweiße ins Hirn eindringen. Dies kann man in der Studie gut auf den Bildern sehen (schwarze Flecken). Außerdem kam es zu Schäden an Neuronen. Je stärker die Strahlung war, um so größer waren die Schäden. Bei der unbestrahlten Kontrollgruppe kam es nicht zu diesen Schäden. Die Ergebnisse könnten auch eine große Bedeutung für Anwohner von Mobilfunksendern haben, da hier ein Ganzkörper-SAR-Wert von 0,08 gesetzlich zulässig ist und bereits bei 0,002 deutliche Schäden auftraten (nach nur 2 Stunden Exposition).

Der Dosis-Wirkungs-Zusammenhang war deutlich, die Ergebnisse sind hochsignifikant. Außerdem zeigt sich hiermit erneut, wie sinnlos “Ökolabels” sind, die Handys mit SAR-Werten von unter 0,6 Watt pro Kilogramm den “Blauen Engel” verleihen sollen. Die Forscher schließen Zufälligkeiten der Ergebnisse begründet aus und warnen in zuvor nie gekannter Deutlichkeit vor erheblichen Gesundheitsrisiken durch heutige Mobiltelefone. Als Versuchstiere wurden 12-26 Wochen alte Ratten verwendet, deren Entwicklungsstadium mit dem von Teenagern vergleichbar ist.

Die Forscher betonen, daß Hirnschäden dieser Art selbst bei häufiger Nutzung keine sofort beweisbaren Folgen haben müssen. Nach längerer Zeit könnten diese Schäden jedoch zu verminderter Hirnleistung führen. Die Forscher sagen wörtlich: “Wir können nicht ausschließen, daß eine ganze Generation von Nutzern nach jahrelanger häufiger Nutzung bereits im mittleren Alter unter negativen Effekten leiden könnte.”

Das Original der Salford-Studie kann hier heruntergeladen werden: https://ul-we.de/wp-content/uploads/2019/05/salfordjan2003.pdf

Sehr gute Fernsehbeiträge:
https://ul-we.de/reflex-und-lundstudie/
https://ul-we.de/arte-strahlen-und-die-wissenschaft-vom-risiko-vom-22-07-2009/
https://ul-we.de/wie-die-mobilfunkindustrie-studien-manipuliert-beispiel-salfordstudie/

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